Der Hightechverband Bitkom geht davon aus, dass die Umsätze mit UMTS-Datendiensten in den kommenden Jahren rasant ansteigen werden. Wie aus der "Mobile Life 2012"-Studie hervorgeht sollen bereits im Jahr 2012 mehr als 60 Prozent der Handys in Deutschland über UMTS und damit über einen schnellen Online-Zugang verfügen. Damit wird das Mobiltelefon nicht nur zum geeigneten Abverkaufskanal für Videos, Spiele, Musik und Werbung, sondern auch mit anderen UMTS-Datendiensten wollen die Mobilfunker in Zukunft Geld verdienen. Allein die Nutzung im Bereich des mobile entertainment soll eine Umsatzsteigerung von rund 13 Prozent nach sich ziehen. Ein großer Teil der Einnahmen bei neuen UMTS-Datendienten soll über Werbung finanziert werden, so die Studie. Wie beim werbefinanzierten Fernsehen können mit den Einnahmen aus mobile advertising Datendienste günstiger angeboten werden.
Was ist UMTS?
UMTS ist die Abkürzung von Universal Mobile Telecommunications System. Der Mobilfunkstandard der dritten Generation kann Datengeschwindigkeiten mit bis zu 384 KBit/s erreichen. Mit High Speed Downlink Packet Access, kurz HSDPA sind sogar Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s möglich. Man spricht hier auch vom so genannten UMTS-Broadband. Bisher war es nicht möglich größere Datenmengen ohne eine Kabel- oder WLAN-Verbindung auszutauschen. Mittlerweile wird UMTS als Datenübertragung von allen großen Mobilfunkbetreibern zur Verfügung gestellt.
Bereits 2007 nutzten weltweit über 200 Millionen Menschen die Vorzüge des neuen Datenübertragungsverfahrens. Alleine in Deutschland waren es zu diesem Zeitpunkt annähernd 16 Millionen Mobilkunden.
Was ist ein UMTS-Handy?
Mit dem UMTS stehen den Handybesitzern von neuen UMTS fähigen Endgeräten zahlreiche Möglichkeiten offen. So können diese nicht nur Filme über ihre Mobiltelefone empfangen, sondern sich auch über die zahlreichen Online Games mit anderen UMTS Nutzern verbinden. Längst hat das mobile Chatfieber per UMTS begonnen.
Was ist eine UMTS-Datenkarte?
Mit dem neuen Datenübertragungsstandard für mobile Endgeräte, kamen sehr schnell auch die ersten UMTS-Datenkarten auf den Markt. Diese stellen zwischen dem Mobilfunknetz und dem PC oder Notebook, über eine UMTS-SIM-Karte eine Verbindung her. Damit kann jetzt nicht nur jeder Notebook Besitzer, mit einer passablen Intergeschwindigkeit mobil surfen.
Auch Menschen, welche bisher aus technischen Gründen der Telefonnetzinfrastruktur vom DSL-Internet abgeschnitten waren, können auf diese Weise relativ kostengünstig und schnell surfen. Vor allem in ländlichen Regionen eine wahre Alternative, zum immer noch relativ teuren Internet per Satellit.
UMTS über Prepaid?
Während Geschäftsleute meist über einen Mobilfunkvertrag ihrer Firma, kostengünstig im neuen UMTS-Netz surfen konnten, hat es noch eine ganze Weile gedauert bis die ersten Prepaid-Anbieter mit passenden Tarifen reagiert haben. Mittlerweile können aber auch Studenten, die laufende Kosten in der Regel scheuen, sich bequem per UMTS-Prepaid ins mobile Onlinevergnügen stürzen. Die ersten Flatrates sind bereits am Markt, bei denen Prepaid-Dienstleister für knapp 10 EUR pro Monat und 1 GB Datentransfer, Studenten und Schülern einen kostengünstigen Einstieg ermöglichen.